Die drei Säulen 

Unsere pädagogischen Ansätze sind die Menschenkunde nach Rudolf Steiner.

 

Die drei Säulen der Waldorfpädagogik

 

1. Vorbild und Nachahmung

Diese Begriffe charakterisieren das Beziehungsverhältnis des Kindes zum Erzieher. Die Wirkung des Vorbildes erstreckt sich über alle Lebens- und Lernbereiche.

Daraus formuliert sich ein sehr hoher Anspruch an jeden Erzieher zur Selbstreflexion, Selbsterkenntnis und Selbsterziehung.

Die Kinder können auf diesem Weg den Erwachsenen als Lernenden wahrnehmen.

„Jede Erziehung ist Selbsterziehung und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muss.“

(Rudolph Steiner)

 

2. Sinnespflege

Zum Spielen stehen den Kindern Naturmaterialien wie Zapfen, Wurzeln, Baumscheiben u.v.m. zur Verfügung.

Großflächiges Bauen und Gestalten wird durch Spielständer und Bretter angeregt.

Spieltücher aus Baumwolle und Seide in harmonischen Farben regen Phantasie und ästhetisches Empfinden an und führen zu vielseitigen Spielideen.

Auch bei Kreativarbeiten wird auf die „Echtheit“ der verwendeten Materialien Wert gelegt.

Plastikspielzeug in grellen Farben wird den Kindern im Waldorfkindergarten nicht angeboten.

 

3. Rhythmus

Wiederholung und Rhythmus stellen zwei Sicherheit und Geborgenheit schaffende Faktoren für die Kinder dar. Dieses Lebensprinzip beherrscht den Tages-, Wochen – und Jahresablauf und wird im Waldorfkindergarten beachtet und gepflegt.

Der Tag im Waldorfkindergarten gliedert sich in Phasen des freien Spieles (drinnen und draußen), in denen die Kinder frei aktiv sind, sowie in Phasen, in denen die Kinder zur Ruhe kommen und aufnehmen z. B. im Märchenkreis oder beim Reigen.

 

Weitere Herzensdinge

Jahreslauf

Wir folgen dem Jahreslauf mit dem Michaelifest Ende September, dem Erntedankfest, dem Laternenfest, der Adventszeit und Weihnachten, Dreikönigsspiel, dem Faschingsfest, dem Oster- und dem Pfingstfest.

Unser Kindergartenjahr endet mit dem Sommerfest oder einem Ausflug mit den Kindern in der näheren Umgebung.

Auf diese Weise gelebt und durch Bastelarbeiten, Geschichten, Lieder und Aktivitäten belebt, können die Kinder den Jahreskreislauf mit Ereignissen und Tätigkeiten verknüpfen und verinnerlichen.

Besonderheiten

 

Freitags ist unser Wander- und Naturtag

den wir für kleine Entdeckungsreisen in unseren benachbarten Wald oder kleine Spaziergänge rund um den Kindergarten nutzen. Außerdem steht uns der Bewegungsraum zur Verfügungen, wo wir mit den Kindern turnen und spielen.

Der Bezug der Kinder zur Natur liegt uns ganz besonders am Herzen.

Wir pflegen einen kleinen Hausgarten mit den Kindern zusammen und säen, pflanzen, ernten und verkochen gemeinsam, was dort über Sommer gewachsen ist.

Ein Sinnesgarten, sowie Futterplatz für Vögel und Eichhörnchen bieten den Kindern die Möglichkeit der ganzjährigen Beobachtungen.

Am Freitag gehen wir in der näheren Umgebung in den Wald und machen Spaziergänge rund um Ochsen - und Repsweiher, wo uns wiederum Tiere und Pflanzen begegnen.

Exkursionen an die Eschach, Besuche auf einem Demeter-Hof, sowie eine gemeinsame Apfelernte im Herbst bieten wir den Kindern ebenfalls an.

Auf diesem Weg bekommen die Kinder die Gelegenheit ein Bewusstsein für die Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit ihr zu entwickeln.